LpB - 24. Bocholter Forum für Migrationsfragen

24. Bocholter Forum für Migrationsfragen

Und was kann ich tun?
Was wir gegen Rassismus & Ausgrenzung und für unsere Demokratie tun können (und müssen).

5./6. April 2025 in Hamminkeln

Samstag, den 05. April 2025

08:30 Uhr

ANKOMMEN UND EINCHECKEN

09:45 Uhr

TALK

Carmen Teixeira, Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen
Vicente Riesgo Alonso, Academia Española de Formación – Spanische Weiterbildungsakademie e.V.
Kenan Küçük, Multikulturelles Forum e.V.

10:00 Uhr

VORTRAG UND DISKUSSION

Medien und Diskurse – Narrative rassismuskritisch reflektieren
Gilda Sahebi, Journalistin, Autorin

11:15 Uhr

KAFFEEPAUSE

11:45 Uhr

VORTRAG UND DISKUSSION

Mit „Narrative Change“ Menschen außerhalb der eigenen „Bubble“ wirklich erreichen (in englischer Sprache mit Übersetzung)
Eoin Young, International Centre for Policy Advocacy

13:00 Uhr

MITTAGSPAUSE

14:00 Uhr

WORKSHOPS (BLOCK 1)

  • WORKSHOP 1:
    Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements – Handlungsmöglichkeiten vor dem Hintergrund rassistischer und rechtsextremistischer Ideologien

    Ali Can, Autor


    In diesem interaktiven Workshop lädt der renommierte Aktivist Ali Can Sie ein, Ihr antirassistisches Engagement zu vertiefen und zu erweitern. Der Workshop bietet einen inspirierenden Impulsvortrag über verschiedene Formen antirassistischen Engagements und schafft Raum für interaktive Kleingruppendiskussionen zum Erfahrungsaustausch. Teilnehmende können eigene Ideen einbringen, voneinander lernen und erhalten einen Fokus auf individuelle Handlungsmöglichkeiten im Alltag. Ziel des Workshops ist es, dass Sie mit konkreten Vorstellungen und Strategien für Ihr antirassistisches Engagement im aktuellen gesellschaftspolitischen Kontext nach Hause gehen.


  • WORKSHOP 2:
    Parteipolitische Partizipation von Menschen mit Migrationsgeschichte – Chancen und Herausforderungen

    Fatma Karacakurtolu, Ratsmitglied in Dortmund
    Dominik De Marco, Ratsmitglied in Dortmund


    Welchen Hürden begegnen Menschen mit Migrationsgeschichte, wenn sie sich parteipolitisch engagieren möchten? Welche Diskriminierungserfahrungen machen sie? Wie kann der Einstieg beispielsweise trotz zunächst mangelnder Netzwerke gelingen? Welche Strategien sind erfolgversprechend? Und was müsste sich in den politischen Parteien strukturell verändern, um die Zugänge inklusiver zu gestalten? Diese Fragen werden in diesem Workshop gemeinsam mit den Teilnehmenden erörtert.
    Moderation: Carmen Teixeira, Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen


  • WORKSHOP 3:
    Rassistischer Hate Speech und Counter Speech in sozialen Netzwerken – Holen wir uns das Netz zurück!

    Said Rezek, Anti-Rassismus-Trainer, Blogger, Journalist


    In digitalen Zeiten sind wir als Gesellschaft zunehmend mit rassistischer Hetze in sozialen Netzwerken konfrontiert. Aus Angst vor Hassrede beteiligt sich beinah die Hälfte der Internetnutzer und Internetnutzerinnen seltener an politischen Diskussionen im Netz. Dies gefährdet die Meinungsvielfalt und die Demokratie. Said Rezek sensibilisiert und gibt Werkzeuge an die Hand, dem etwas entgegenzusetzen. Soziale Netzwerke bieten die Plattform und das Potenzial, den Hatern und Haterinnen Paroli zu bieten.
    Der Workshop bestärkt darin, bei Hass im Netz nicht wegzusehen und die Kommentarspalten zu ignorieren, sondern die Debattenkultur in den Sozialen Medien mitzugestalten.
    Folgende Inhalte werden behandelt:
    • Hate Speech: Definition, Dimension, Ursachen, Auswirkungen, Täter und Opfer
    • Hass im Netz und allgemeine Reaktionsmöglichkeiten
    • Hasskommentare beantworten oder besser nicht?
    • Strategien der Hater und Gegenstrategien: Hate Speech und Counter Speech


  • WORKSHOP 4:
    Gemeinsame Werte entdecken – die „bewegliche Mitte“ erreichen (in englischer Sprache mit Übersetzung)

    Eoin Young, International Centre for Policy Advocacy


    Ziel des Workshops ist es, Einblicke in einen wichtigen Schritt bei der Zusammenstellung von Botschaften und Kampagnenstrategien zu gewinnen, um den Diskurs neu auszurichten und skeptische Zielgruppen aus der „beweglichen Mitte“ in konstruktive Gespräche über Migration und Integration einzubeziehen.
    Der Workshop basiert auf den Erfahrungen des International Centre for Policy Advocacy bei der Unterstützung von NGOs in der Entwicklung solcher Strategien in Deutschland und nutzt Ergebnisse der Segmentierungs- und Meinungsforschung zu öffentlichen Einstellungen.
    Experimentieren Sie in einer gemeinsamen Übung, wie Sie Werte identifizieren können, mit denen Sie die „bewegliche Mitte“ ansprechen können und die gleichzeitig für Ihre eigenen Communities funktionieren. Beispiele aus einer Pilotkampagne mit dem Titel #KommMit veranschaulichen den Ansatz und geben Ihnen wichtige Erkenntnisse aus dieser Kampagne mit auf den Weg.
    Moderation: Zeynep Kartal


16:00 Uhr

KAFFEEPAUSE

16:30 Uhr

FISHBOWL-DISKUSSION

Zivilgesellschaftliches Engagement stärken! Und wie?

Ali Can, Autor
Fatma Karacakurtolu, Ratsmitglied in Dortmund
Dominik De Marco, Ratsmitglied in Dortmund
Said Rezek, Anti-Rassismus-Trainer, Blogger, Journalist
Eoin Young, International Centre for Policy Advocacy

17:15 Uhr

OPEN-SPACE

Was können wir gemeinsam tun?

Sie suchen nach Verbündeten, um sich gemeinsam zu engagieren? Sie möchten aktiv werden und möchten sich inspirieren lassen? Sie kommen gemeinsam mit Mitstreiterinnen und Mitstreitern und möchten das Wochenende auch für den Ideenaustausch nutzen? Hier ist Raum für die Vernetzung, den Austausch und das Verbünden.
Zeynep Kartal, Moderatorin
Jannik Willers Multikulturelles Forum e.V.

18:45 Uhr

ABENDESSEN

Sonntag, den 06. April 2025

09:30 Uhr

WORKSHOPS (BLOCK 2)

  • WORKSHOP 1:
    Allyship – Chancengerechtigkeit aktiv unterstützen

    Jannik Willers, Multikulturelles Forum e.V.


    Das Konzept „Allyship“ bezeichnet die aktive Unterstützung von Menschen, die Diskriminierung oder Ungleichbehandlung erfahren. „Allies“ (Verbündete) unterstützen marginalisierte Gruppen. Das erfordert kontinuierliche Reflexion und Bildung. „Allies“ müssen daher in einem fortlaufenden Prozess ihre eigenen Vorurteile hinterfragen, ihre Privilegien erkennen und bereit sein Kritik anzunehmen. In dieser Arbeitsgruppe wird der Frage nachgegangen, wie „Allies“ agieren können, was es dafür braucht und was erreicht werden kann.


  • WORKSHOP 2:
    Empowerment – Wie Betroffene sich selbst stärken können

    Djalila Boukhari, Bildungsreferentin, awareness kollektiv


    Djalila Boukhari ist Expertin für rassismuskritische und intersektionale Bildungs- und Sensibilisierungsarbeit, Empowerment und Awareness. In diesem Workshop wird es darum gehen, wie Menschen bei ihrer rassismuskritischen Entwicklung gestärkt und begleitet werden können.
    Moderation: Carmen Teixeira, Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen


  • WORKSHOP 3:
    Bildung – Institutionellen Rassismus sichtbar machen und entgegenwirken

    Dr. Wolfgang Sieber, Soziologe


    Im Bereich Bildung kommt eine Form struktureller Ausgrenzung und Diskriminierung besonders stark zum Vorschein. So zeigen die PISA-Studien wiederholt, dass in Deutschland der Zusammenhang zwischen dem sozioökonomischem Status der Familien und dem Schul-/Bildungserfolg der Kinder auch im internationalen Vergleich auffallend hoch ist. Darunter leiden Kinder aus Familien mit Migrationsgeschichte besonders. Der institutionelle Rassismus nimmt nicht selten auch paternalistische Züge an, wenn etwa Lehrkräfte Kinder aus zugewanderten Familien häufig für eine niedrigere Schulform empfehlen, um sie „nicht zu überfordern“.
    In der Arbeitsgruppe werden diese Zusammenhänge aufgezeigt und es wird reflektiert, wie Chancengleichheit in der Bildung gestärkt werden kann.
    Moderation: Dr. Artur Kalnins, Academia Española de Formación – Spanische Weiterbildungsakademie e.V.


11:00 Uhr

KAFFEEPAUSE

11:30 Uhr

FISHBOWL-DISKUSSION

Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus als Partizipationshemmnis.
Welche Handlungsmöglichkeiten existieren und wie kann aktive Gegenwehr geleistet werden?

Jannik Willers, Multikulturelles Forum e.V.
Djalila Boukhari, Bildungsreferentin, awareness kollektiv
Dr. Wolfgang Sieber, Soziologe
Carmen Teixeira, Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen

12:30 Uhr

MITTAGESSEN

Gesamtmoderation: Zeynep Kartal